StartseiteMein Leben mit dem Hund

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Dienstag, 4. Oktober 2016 - 23:37 Uhr
Das leidige Thema Zeit

Wer kennt das nicht. Unser Alltag bräuchte manchmal mehr als 24 Stunden. Das geht auch mir oft so. Deshalb kommen hier zuhause auch meine Hunde manchmal zu kurz. Aber ich glaube jeder Hund ist da sehr unterschiedlich das auch zu zeigen. Früher hat Sammy wenn er chronisch unterfordert war sich oft ein Spilie geschnappt und uns damit pausenlos versucht zum Spielen zu animieren. Luna fing dann immer an Blödsinn zu machen wie z.B Mülleimer zu leeren oder Toilettenpapier zu schreddern.
Nánsci ist da schon sehr nett und beschäftigt sich einfach mit sich selber und schnappt sich ein Spielzeug. Eddie nutzt die Gunst der Stunde und schläft einfach mehr.

Es ist echt lustig hier zu beobachten das die Hunde die wirklich für einen längeren Zeitraum auf der Strasse gelebt haben damit viel besser zurecht kommen als die anderen.

Aber zum Glück haben wir solche Phasen schon lange nicht mehr gehabt. Sammy und Luna sind jetzt schon älter und ruhiger geworden.

Also ihr seht Nobody is perfect.

Freitag, 5. August 2016 - 18:28 Uhr
Das Thema AUTO beschäftigte auch uns

Manche meiner Kunden kennen dieses Problem. Die Reiseübelkeit bei Hunden. Auch wir hatten ein, bzw. zwei solcher Hunde. Sammy war da aber am schlimmsten. Gleich von Anfang an hatten wir dieses Problem. Es war schlimm, wirklich schlimm.

Wir fuhren ungern mit Sammy im Auto irgendwo hin. Er hat immer gespuckt. Einmal hatte er sogar unserer Hundetrainerin vor die Füße gespuckt. Wir hatten die fünf Minuten zum Training geschafft ohne das Sammy gespuckt hat. Aber kaum sprang er aus dem Auto und wollte unsere Hundetrainerin begrüßen, spuckte er ihr auch schon vor die Füße. Was haben wir gelacht.

Aber das war auch das einzige mal das wir darüber gelacht haben. Denn Sammy litt sehr wenn wir Auto gefahren sind. Wir haben alles ausprobiert. Ob hinten, vorne oder ganz hinten im Auto. Es hat nichts geholfen. Fressen konnte er nicht im Auto, seine Angst war zu groß.
Wir haben Globulis, Pheromon-Sprays und Tellington-Touch versucht. Nichts hat geholfen. Selbst als Luna zu uns kam und Sammy zeigte das Auto fahren überhaupt nicht schlimm ist hat es nichts bewirkt. Es ging fast zwei Jahre so. In jedem Auto hatten wir immer Plastiktüten und Zewa liegen. Für alles gewappnet. Wir hatten uns langsam damit abgefunden und mieden lange Autofahrten mit Sammy und Luna zusammen.

Dann haben wir uns unser Häuschen in Kayhude gekauft. Wir sind viel von Niendorf nach Kayhude gefahren. Manchmal mehrmals täglich. Und wir hatten immer die Hunde mit dabei. Und auf einmal war es für Sammy kein Problem mehr. Anscheinend hatte die regelmäßigkeit dabei geholfen. Ihm wurde nicht mehr Schlecht und musste nicht mehr spucken. Wohl fühlte er sich aber immer noch nicht. Selbst heute fühlt er sich immer noch nicht wohl dabei. Es hat lange gedauert bis er sich während der Autofahrt endlich mal hinlegen konnte. Den Kopf legt er aber immer noch nicht ab, oder ehr selten.
Schlafen kann er nur wenn das Auto sich nicht bewegt. Auch heute freuen wir uns noch immer wenn er sich beim fahren endlich mal hinlegt im Auto. Es ist halt nicht Selbstverständlich.

Der zweite Hund der uns ins Auto gespuckt hat, war Nánsci. Bei ihr hielt es zum Glück nicht lange an. Aber wir waren ja geübt im sauber machen.

Aber ihr seht, es gibt kein Patentrezept dafür. Man sollte alles mal ausprobieren. Vielleicht hilft ja irgendwas. Aber man sollte den Hund nie so vor sich hin leiden lassen. Denn eins ist bei allen Hunden gleich, sie leiden Höllenqualen. Also lasst nichts unversucht.

Mittwoch, 20. Juli 2016 - 16:10 Uhr
Wie der Herr so's Gescherr

Kennt ihr das? Ihr seht einen Hundebesitzer mit seinem Hund und beide sehen sich irgendwie ähnlich?

Das geht auch vom Verhalten her. Ja, wir beeinflussen unsere Hunde durch unser Verhalten. Ich habe hier zuhause auch so ein Kandidaten. Sammy hasst Hunde die viel fiepen, jammer oder singen. Auch dauer Kläffer findet er voll nervig. Erst ignoriert er sie, dann schaut er sie genervt an und irgendwann platzt seine Geduld.

Lustig ist das ich bei solchen Hunden auch schnell genervt bin. Klar hab ich hier zuhause vier Hunde die gerne und auch öfters mal bellen. Ja, das nervt mich. Eddie fiepst viel, ja das nervt mich. Ich bin nicht perfekt.

Aber wenn Sammy und ich mal zusammen auf einer Fortbildung waren, konnten wir davon ausgehen das dort mindestens ein solcher Hund dabei ist. Sammy und ich versuchten immer unser bestes zu geben, aber irgendwann geht es nicht mehr.
Es nimmt meistens kein so gutes Ende bei uns Zwei. Einer geht immer ultra genervt aus der Situation. Oder Sammy verweigert mir das nächste mal die Arbeit.

Ja, wir beide sind da sehr gleich. Aber vielleicht kennt ihr das ja auch in manchen Situationen. Wo seid ihr euch gleich? Schreibt mir doch einfach mal eine Email an info@hundeschule-kayhude.de
Ich werde hier eure Mails veröffentlichen, wenn ihr mögt.

Ich freu mich auf nette Geschichten von euch.

Sonntag, 17. Juli 2016 - 16:10 Uhr
Zeit heilt alle Wunden, auch die von unserem Kampfhahn. :D

Ja, wir hab hier einen kleinen Kampfhahn zuhause. Sein Name ist Sammy.

Er war schon immer etwas größenwahnsinnig. Als unkastrierter Rüde hat gerne mal die anderen Rüden in Schach gehalten. Egal wie groß sie waren.

Eifersucht ist bei ihm auch ein Problem. Wir (seine Menschen) sind seine Ressource aber auch im Training ist er sehr Besitzergreifend Gegenständen gegenüber.

Vieles wird bei ihm aber noch schlimmer (heftiger) wenn er Schmerzen hat.
Das ist leider nicht schön aber zum Glück haben wir das raus gefunden.

Genau wie bei uns schrumpft auch seine Reizschwelle wenn es ihm nicht gut geht. Sehr zum Nachteil von unserer Nánsci. Sie ist von Haus aus sehr aufgeregt. Besonders dann wenn es ums Essen geht.
Da kreiselt sie, quiekt und kann keine Sekunde still stehen. Das ist Sammy dann meistens zu viel. Normal würde er knurren (verwahnen) und sie würde sich kurz beruhigen. Aber wenn er Schmerzen hat geht er sofort zum Übergriff über. Das erste mal waren wir schockiert. Aber wir wussten sofort das das Problem wo anders liegt. Er zeigt dieses heftige Verhalten nur wenn er Schmerzen hat. Jetzt mit Schmerzmitteln zeigt er das nicht mehr. Es ist aber auch Phasenweise.

Mit Eddie hat er aber auch ein Problem. Da ist es aber Ressourcenverteidigung. Denn Christian ist sein Herrchen und nicht Eddie Herrchen. Hier hängt die Heftigkeit auch von seinem Befinden ab. Hat er Schmerzen ist er sehr leicht Reizbar. Langsam machen wir hier Fortschritte. Aber auch nur langsam. Zeit ist hier das Zauberwort.

Denn hier hätte der Spruch "Das klären sie unter sich" fatale Folgen haben können. Sammy ist halt Größenwahnsinnig. Das hätte kein schönes Ende genommen. Einmal sind die Zwei aneinander geraten. Sammy war verletzt und unser gesamtes Training war hinüber. Wir durften wieder von vorne Anfangen.

Manchmal heut Zeit alle Wunden und wir sind auf den besten Weg.

Montag, 11. Juli 2016 - 13:46 Uhr
Ich habe Hunde aus dem Tierschutz.

Wie ihr fast alle ja wisst, habe ich meine Hunde alle aus dem Auslandstierschutz. Oft wird man als Besitzer solcher Hunde gefragt warum man gerade welche aus dem Ausland holt. Die Tierheime hier zu Lande sind doch voll von Hunden die ein neues Zuhause suchen. Ganz ehrlich, ich verstehe nicht warum andere Menschen das nicht einfach mal akzeptieren können. Warum muss man sich immer rechtfertigen?

Ich unterstütze aktiv den Auslandstierschutz, ob durch Sachspenden oder kleinen Geldspenden. Ich helfe gerne, ob Mensch oder Tier. Wie aber jeder weiss, sind gerade Ungarn, Rumänien oder auch Spanien und Griechenland anders zu Tieren. Was man auch verstehen muss. Dort haben Hunde eine Aufgabe und sollen den Hof bewachen und Bescheid geben wenn jemand das Grundstück betreten will. Aber natürlich gibt es dort auch menschliche Kreaturen die abscheulich sind zu Tieren. Ein Hund ist dort ehr ein Nutztier. Er bekommt Essen wenn was übrig bleibt. Er lebt draussen an der Kette und wenn Nachwuchs ansteht, wird dieser meist schnell entsorgt. Ob mit der Hundemama oder ohne.

Unseren Eddie haben wir selber aus Ungarn geholt. Wir sind mit drei Hunden nach Ungarn gefahren und haben dort 1 Woche Urlaub gemacht und in einem Tierheim geholfen. Dort bekamen wir Einblicke die uns bewegten. Wir haben tolle Menschen kennen gelernt. Einheimische die Himmel und Hölle in Bewegung setzten damit es den Tieren gut geht. Die so Gastfreundlich zu uns waren, das sie uns immer bewirtet haben. Das obwohl sie eigentlich selber fast gar nichts haben.

Ich stehe dazu und bin froh diese vier nicht ganz perfekten Wesen, bei mir zuhause, um mich zu haben. Sie haben mich vieles durch einen anderen Blickwinkel sehen lassen. Vieles habe ich durch sie gelernt und auch jetzt lerne ich noch immer weiter. Ich werde mich nicht mehr rechtfertigen. Ich stehe dazu und ich würde mir immer wieder Hunde aus dem Auslandstierschutz holen. Ich freu mich schon auf meinen nächsten Besuch in Ungarn. Denn der wird kommen. Aber bis dahin unterstütze ich erstmal weiterhin das Tierheim meines Vertrauens in Ungarn. Denn auch diese Hunde haben es verdient einen tollen Aufenthalt im Tierheim zu haben.

Donnerstag, 7. Juli 2016 - 23:54 Uhr
Belohnungen sind wirklich wichtig!

Wie schon angekündigt schreibe ich heute was über das Thema Belohnung.

Wir wurden früher oft belächelt weil wir schon immer (zwar damals nur mit Leckerlis) belohnt haben. Und wir haben einige Verhaltensweisen unseres Hundes belohnt die manche Mitmenschen für schwachsinnig hielten.
Hier eine kleine Geschichte dazu.

Wir waren uns früher schon einig gewesen das wir aufmerksame Hunde haben wollen. Hunde die sich für ihre Menschen interessieren. Also haben wir, einfach so, jedes zurück schauen (zu uns) von unseren Hunden belohnt. Von unseren Freunden, mit denen wir uns früher öfters getroffen haben, wurden wir steht's belächelt.

Der Unterschied zwischen unseren Hunden war aber schnell zu sehen. Die Hündin unserer Freunde schaute vielleicht 1-2 x zu ihren Besitzern zurück und machte auch so ihr eigenes Ding. Unsere Beiden waren viel bei uns. Blieben wir stehen, blieben auch sie stehen. Wir hatten einfach eine Verbindung. Wir waren nicht uninteressant für unsere Hunde. Und genau das war uns so wichtig. Dieses Verhalten hält auch heute noch an und bei jedem Neuzugang wird dieses Verhalten auch fleissig belohnt, einfach so.

Wenn wir ein Verhalten öfters vom Hund sehen wollen, müssen wir es einfach nur Belohnen. Egal ob verbal, mit Leckerli oder was dem Hund da gerade Freude macht. Wichtig ist nur das es für den Hund auch wirklich eine Belohnung ist. Und genau da haben viele Menschen ein Problem.

Bedürfnis befriedigend belohnen heisst das Zauberwort. Aber was ist das genau? Hier mal ein Beispiel.

Mein Sammy verfolgt gerne Spuren von Wildtieren. Wenn also vor uns ein Hase über den Weg läuft, möchte ich das er sich min. 1x zu mir umdreht und zu mir kommt. Dann darf er zur Belohnung, mit mir zusammen (er ist ja an der Leine), die Spur von dem Hasen verfolgen. Sein Bedürfnis war als er den Hasen sah ihn zu jagen. Jagen besteht aus mehreren Komponenten und das suchen ist eine davon. Also hat Sammy sein jagdliches Verhalten unterbrochen und wurde dafür mit einem anderen jagdlichen Verhalten mit mir zusammen belohnt. Das ist Bedürfnis befriedigend.

Es muss also nicht immer ein Leckerli zur Belohnung sein. Körperkontakt, Nähe, Distanz, buddeln, laufen, tragen, spielen, hetzen und noch weitaus mehr kann alles als Belohnung eingesetzt werden. Futter hat zum Beispiel unterschiedliche wertigkeit. Käse, Wurst ist meist sehr hochwertig. Trockenfutter oder Getreideleckerlis meistens normal. Überlegt doch einfach mal was für euren Hund alles eine Belohnung sein kann und wann man diese Belohnung am besten einsetzen kann. Schreibt dieses am besten auf und erweitert diese Liste immer mal wieder. Denn es wird immer mal wieder was neues dazu kommen.

Seid kreativ was die Belohnung an geht und denkt daran:" Jedes tolle Verhalten was belohnt wird, wird auch automatisch immer öfter von eurem Hund gezeigt. "

ES LOHNT SICH... FÜR EUCH BEIDE

Mittwoch, 6. Juli 2016 - 18:21 Uhr
Können nur junge Hunde lernen?

Wie oft höre ich das man sich mit der Erziehung des Hundes beeilen muss da er ab einem gewissen Alter ja nicht mehr lernen würde.

Ich kann euch beruhigen, dem ist natürlich nicht so. Hunde lernen, genau wie wir ihr gesamtes Leben lang. Im Alter fällt ihnen das Lernen zwar etwas schwerer, aber so ist es ja auch bei uns.

Wenn wir immer die Aufgaben, der Situation und dem Lernpensum anpassen würden, würden wir das Lernen unserem Vierbeiner viel leichter machen.

Aber auch die Motivation spielt beim lernen eine große Rolle. Neues sollte daher immer sehr hochwertig Belohnt werden.

Ist die Belohnung beim Lernen wichtig?
Natürlich ist das belohnen wichtig. Wir arbeiten doch auch nicht für unseren Arbeitgeber ohne dafür Geld zu bekommen. Denn das Geld am Ende des Monats ist unsere Belohnung für unsere geleistete Arbeit. Zum Thema Belohnung schreibe ich morgen was.

Von meinen Vier Hunden sind zwei dieses Jahr 11 Jahre alt geworden. Aber vom Kopf her sind sie noch total fit und wollen auch was tun. Wir üben immer noch neue Tricks ein. Diese lernen sie immer noch genauso schnell wie mit 3- oder 4 Jahren.

Im Training habe ich auch einige ältere Hunde die im hohen Alter noch eine neue Sportart lernen. Natürlich immer an den Hund angepasst. Aber wenn man dann sieht wieviel Spaß der Hund daran hat, geht einem echt das Herz auf.

Übt also fleissig mit euren Hunden und habt Spaß mit ihnen, egal wie Alt sie sind.

Mittwoch, 6. Juli 2016 - 01:28 Uhr
Medical-Training brauchte ich nie, aber dann kam Nánsci.

Nánsci hat unser Leben eh komplett verändert. Natürlich nur zum positiven hin. Aber unser kleiner Sonnenschein hat mir manchmal das Leben echt schwer gemacht. Heute bin ich ihr aber sehr Dankbar dafür.

Sammy findet es toll von anderen Menschen angefasst zu werden. Luna findet es auch gut, wenn sie wählen kann wann gestreichelt wird. Beim Tierarzt ist Luna zwar unsicher, aber vertraut mir. Wir bekommen das immer sehr gut hin. Sammy hat(te) nie mit dem Tierarzt Probleme. Dann kam Nánsci zu uns. Am Anfang war es auch keine Thema. Da war sie noch so gedeckelt von den ganzen neuen Eindrücken das sie kaum Ängste zeigte. Das kam erst nach und nach.

Das erste negative Erlebnis beim Tierarzt haben wir bei der ersten Impfung gehabt. Nansch war gerade ein Jahr bei uns. Sie hatte uns schon ein paar ihrer Ängste offen gelegt. Auch das sie nicht gerne manipuliert werden mochte. Nun gut, ich glaube das ihr dieser Tierarztbesuch aber den Rest gegeben hat. Ich sage nur so viel, sie hat sich gewunden wie ein Aal und nach vier Anläufen war die Impfung immer noch nicht komplett drin. Draußen hat Nansch dann auch noch einen Kreislaufkollaps bekommen. Es war einfach zu viel Stress für die arme Maus. Dieses Erlebnis war auch für mich so schrecklich das ich mir vorgenommen habe ihr da mehr zu helfen.

Ich habe mit Nansch versucht alles zu üben. Auch Zecken ziehen war für uns Zwei nie angenehm.
Wir waren fleißig, sehr fleißig. Zecken ziehen ist für uns heute gar kein Problem mehr. Ich mache bei Nansch alles mit Ankündigung. Sie wird nie überrumpelt. Ich arbeite dabei immer mit dem Marker und super tollen Leckerlis. Ab und zu unterstützte ich sie dabei auch mit einer intermediären Brücke. Nansch hat dieses Training super toll angenommen. Sie vertraut mir fast total. Aber es hat gedauert. Trotzdem gibt es immer noch Körperteile an denen sie es immer noch nicht so gern mag. Krallen schneiden ist immer noch ein Problem. Dort machen wir mal Fortschritte und auch mal wieder Rückschritte. Bürsten findet sie auch nicht so toll. Aber dann machen wir halt langsam und nur so viel wie sie mag.

Ich glaube das Problem ist oft, das uns Menschen die Ängste von dem Hund bewusst sind, sie aber nicht wissen das man daran auch was ändern kann. Wie oft höre ich das der Hund da nun mal durch muss. Muss er das wirklich? Wie würden wir uns unserem Arzt gegenüber verhalten wenn er uns einfach die Bluse hoch reißt um uns abzuhorchen? Wie würden wir reagieren wenn uns der Zahnarzt einfach den Mund aufreißt? Wir würden genau so reagieren wie der Hund. Mit Flucht oder Gewalt.

Unsere Ärzte kündigen uns auch immer vorher an wo sie nun hin wollen. Dann können wir uns darauf vorbereiten was gleich passiert. Wenn wir das alleine nur schon mit allen Hunden vorher üben würde, hätten viele Hunde bestimmt erst gar kein Problem mit dem Tierarzt.
Und natürlich sollten Tierärzte dafür offen sein, denn auch ihnen wird die Behandlung dadurch sehr erleichtert.

Medical-Training könnte auch euer Leben verändern. Versucht es doch einfach mal.

Sprecht mich gerne darauf an.

Sonntag, 26. Juni 2016 - 22:18 Uhr
Warum eigentlich der Fitness-Check????

Wie ihr sicher wisst, bin ich sehr empfindlich was das Gangbild der Hunde angeht.
Ich bin nicht perfekt und auch kein Profi, aber ich sehe vielleicht mehr als der Ein oder Andere.
Dieses kam durch unseren Sammy.
Als ich noch Kunde in einer Hundeschule war, haben wir aktiv am Mantrailing teil genommen. Mein Mann mit Sammy und ich mit meiner Luna.
Sammy war schon immer sehr empfindlich auf dem Rücken wenn wir mit einer Schleppleine gelaufen sind.
Irgendwann fing er an nach dem trailen mit einem Rundrücken zu gehen und er hatte einen sehr angestrengten und komischen Gesichtsausdruck. Ab da beschlossen wir uns dann doch mal einen Spezialisten auf zu suchen. Unser Weg führte uns gutem Gewissens ins Gut Windeby in Eckernförde.
Diese Tierarztpraxis hatte sich spezialisiert auf Schmerztherapie. Es war uns also schon durchaus bewusst das Sammy wohl schmerzen hatte. Dort angekommen, fühlten wir uns sofort wohl. Ein angenehmes Klima, kaum wie bei einem normalen Tierarzt und sehr nette Angestellte. Wir wurden in einen Raum geführt wo eine Ledercouch stand. Hier sah es aus wie in einem Wohnzimmer. Gemütlich halt. Uns wurden Getränke und Naschis angeboten und Sammy durfte in dem Raum ohne Leine laufen. Dann kam die Ärztin zu uns. Wir wurden regelrecht ausgequetscht. Wie sitzt Sammy? Wie liegt er? Was frisst er? Wann wurde er zuletzt geimpft? Wie schüttelt er sich?
Ich glaube wir waren fast 1 Stunde damit beschäftigt. Dann ging es an die Untersuchung. Erst wurde eine ausführliche Gangbildanalyse gemacht. Dann musste Sammy auf den Tisch und es wurden seine Vitalwerte kontrolliert und dann seine Triggerpunkte. Im Anschluss folgte dann die Besprechung und das weitere Vorgehen. Und genau das haute uns aus den Socken. Die Ärztin sagte uns das Sammy wohl Probleme in der Hüfte und in den Ellenbogen hat, beides beidseitig. Es deutet wohl alles auf Arthrose hin.Genaueres kann sie uns aber erst nach dem Röntgen sagen. Sie würde dann gleich nach dem Röntgen eine Goldakupunktur empfehlen. Aber ganz ehrlich, ab da hörte ich nicht mehr richtig zu (sorry, Sarah).
Arthrose....... damit hatten wir eigentlich so gar nicht gerechnet. Wir dachten an Rückenverspannungen oder so etwas ähnliches.
Wie ich mich da fühlte???? Echt beschissen. Ich als Hundemutti habe nicht im geringsten mitbekommen das mein kleiner Bär schmerzen in der Hüfte oder im Ellenbogen hatte. Das ganze ging wohl auch schon länger. Sammy war 6 Jahre alt als wir das erste mal mit ihm in Windeby waren. Auf der Rückfahrt, mit einem neuen Termin in der Tasche, haben wir erstmal geschwiegen. Beide waren wir total sprachlos, entsetzt und überfordert. Ich fühlte mich schlecht, sehr schlecht. Ich war den Tränen nahe.
Ich habe meinen Hund Jahre lang mit Schmerzen herum laufen lassen und ich habe nicht im geringsten etwas davon gemerkt. Obwohl es mehrere Anzeichen dafür gab das Sammy Schmerzen hatte. Genau dieses hat man uns heute aufgezeigt und das war fürchterlich.

Genau vor diesem Gefühl möchte ich Euch bewahren. Werdet sensibel was den Körper eures Hundes an geht. Nehmt jede kleine Veränderung, ob nun im Wesen, im Gangbild oder auch im Verhalten euch oder anderen Hunden gegenüber, wahr. Seid empfänglich und wartet nicht zu lange. Denn ganz ehrlich, möchtet Ihr Jahre lang mit Schmerzen herum laufen????

Deswegen gibt es jetzt den Fitness-Check und seid neustem auch den Fitness-Walk.

Sonntag, 26. Juni 2016 - 22:08 Uhr
Mein Leben mit dem Hund

Hier werde ich euch ab und an ein bisschen an meinen Leben mit dem Hund teilhaben lassen.
Denn hier gibt es vieles Lustige aber vielleicht auch nachdenkliches. Einiges hat mich dazu gebracht besondere Veranstaltungen ins Leben zu rufen, anderes hat vielleicht mein Leben komplett verändert.

Aber egal wie, ich möchte das Leben mit meinen Hunden nicht missen. Besonders meine haben mir schon so viel beigebracht. Aber auch von den Kundenhunden lerne ich immer noch so viel dazu.

Viel Spaß beim lesen.

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